Statistik-Tools gibt es Dutzende. Sie laufen als Plugin in WordPress, mit eingebauten Code auf einer Website oder direkt auf dem Webspace oder dem Server. Der Markt für diese Dienste ist ziemlich unübersichtlich und stark fragementiert. So locken Podcast-Anbieter mit entsprechenden Werkzeugen, genauso wie RSS-Feed-Anbieteter, die ebenfalls Datenpakte und Besucherströme messen.
Seit ein paar Tagen verwende ich für meine unter WordPress laufenden Webseiten einen Anbieter, den es schon fast zwei Jahre gibt. Leider habe ich ihn erst jetzt entdeckt. Woopra heißt das in Frisco, in Texas, beheimatete Unternehmen.
Die Stärke des Tools liegt vor allem in der “Live-Berichterstattung”: Wer kommt von welchem Anbieter? Mit welcher Bildschirmauflösung ist der- oder diejenige im Netz unterwegs? Wie lange hat er sich auf der Site aufgehalten hat und welche Artikel hat er gelesen?

Darstellung der Zugriffe in Kalenderform
Natürlich kann man auch in den vergangenen Tagen und Wochen recherchieren. Am Anfang kommt man sich fast ein wenig erschlagen vor, weil die Datenmenge so umfangreich ist. Die Übersichtlichkeit, und das ist das eigentlich erstaunliche, geht bei dem Tool jedoch nicht verloren. Zugleich unterscheidet es sich von den meisten anderen Angeboten: Sie erlauben einem erst im Nachhinein, den Traffic auszuwerten.

Auswertung: Welche Website verweist auf mich.
Besonders die Software ( für Windows, Mac und Linux), die man sich auf dem PC installieren kann, hat es in sich: Sie zapft den Woopra-Server an, bereitet alle eingegangen Daten auf und stellt sie in grafischer Form teils als Zahlentabelle oder Tag-Wolke zusammen.
So funktioniert Woopra
Ihr müsst in Eure Webseite einen von Woopra erzeugten Code einbauen. Den erhaltet Ihr, nachdem Ihr Euch registriert habt. Das kostenlose “Basis”-Konto ist für den Anfang vermutlich ausreichend. Bis zu 30.000 Page Views pro Monat sind damit abgedeckt.
Für WordPress – und vermutlich weitere CMS- und Blogsysteme – gibt es ein kostenloses Plugin. Das nimmt einem die Arbeit ab, den Code selbst in den Webauftritt einzubauen. Vorteil: Ist man in seinem WP-Blog eingeloggt, kann man sich dort die Statistiken anzeigen lassen. Kleiner Wermutstropfen: Die Anzeige der Daten ist nicht so “opulent” wie im Online-Tool auf der Website von Woopra. Am besten ist jedoch die Software, die man sich zuhause auf dem PC installieren kann. Sie verfügt über die größte Funktionalität.

Woopra in WordPress (WP-Plugin)
Mir ging es am Anfang so, dass ich von dieser Software total fasziniert war. Man ist immer versucht, einen Text oder eine Geschichte auf der eigenen Internetseite in Twitter und Co. anzukündigen, nur um dann gleich sehen zu können, ob auf der Website etwas los ist. Viel Spaß beim testen!
Disclaimer: Ich bin mit dem Dienst von woopra weder verbandelt noch verschwägert. Ich finde das Werkzeug einfach spannend.