Vielleicht täusche ich mich, aber selbst SPIEGEL Online (SPON) scheint in jüngster Zeit seinen Internetauftritt noch stärker auf hohe Klickraten zu trimmen. Beschränkte sich die “Klickeritis” beim Marktführer der Nachrichtenportale bislang auf diverse Bildergalerien, lässt man jetzt offenbar auch die längeren Artikel nicht mehr über zweiten Seiten umbrechen, sondern macht meist gleich drei oder vier Seiten daraus.
Thomas Mrazek berichtet in onlinejournalismus.de von einem Gutachten der Friedrich Ebert Stiftung, die Nachrichten-Websites untersuchen ließ.
Zitat aus dem Gutachten:
Das ambivalente Beispiel “Spiegel Online” zeigt, dass selbst das unangefochtene Leitmedium zu Taschenspielertricks greifen muss, um gegen die unjournalistischen Unterhaltungsportale bestehen zu können. (…)
Die Studie haben Steffen Range und Roland Schweins verfasst.
Titel: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet – Wie das Web den Journalismus verändert: Gutachten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung / Steffen Range; Roland Schweins, Berlin 2007.
Download hier. Zum Weblog der beiden Autoren geht es hier.