Anfang des Monats wurde die ARD/ZDF-Online-Studie veröffentlicht. Außergewöhnlich: wie gewöhnlich die Zahlen dieses Jahr ausfielen! Mit 67,1 Prozent sind zwei Drittel der Deutschen online. Nur ein geringer Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Langweilig? Keineswegs! Denn es zeigt, wie sich das Internet gegenüber den linearen Medien emanzipiert und seinen festen Platz in der Gesellschaft erkämpft hat.
Phänomene wie der Silver Surfer waren kein einmaliger Ausrutscher. Heute sind mehr alte Menschen (60+) im Netz als Teenager (14-19 Jahre). Multimediale Zusatz-Angebote sind nicht länger „Nice-to-haves“, sondern werden vom Nutzer inzwischen erwartet und auch genutzt. Bei den jüngeren Nutzern haben vor allem die Sozialen Netzwerke großen Zulauf.
Die ARD/ZDF-Online-Studie gibt es seit 1997 (ARD) und gilt bundesweit als die umfangreichste und bedeutendste Erhebungsreihe ihrer Art. Anders als bei vielen anderen Befragungen setzt sich die ARD/ZDF-Studie mit den Mechanismen der Online-Welt auseinander: Was sind die zentralen Anwendungen im Netz? Was macht diese Angebote so attraktiv? Für die aktuelle (representative) Studie wurden im Frühjahr dieses Jahres 1.806 Erwachsene in Deutschland befragt.
Meine Kollege Richard Gutjahr und ich haben mit der Leiterin der Medienforschung des BR, Birgit van Eimeren, gesprochen.
[Disclaimer: Richard und ich sind beide Mitarbeiter des BR]