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Facebook glänzt mit Quartalszahlen

Facebook-CEO Mark ZuckerbergVor gar nicht allzu langer Zeit hat man Facebook unterstellt, es habe ein Problem auf dem Smart Phone Markt Fuß zu fassen. Das hat sich nun gewaltig geändert: 62 Prozent seines Gewinns führt das kalifornische Unternehmen auf Werbeanzeigen auf Smart Phones zurück.

Vor zwei Jahren sah dieses Bild noch dramatisch anders aus. 1,32 Milliarden Menschen nutzen mittlerweile Facebook weltweit im Monat. Knapp 400 Millionen davon, also etwa 1/3 loggen sich via Smart Phone ein.  Das Netzwerk kommt auf täglich rund 829 Millionen Nutzer.

Das Unternehmen hat damit auch die Erwartungen der Wall Street um zehn Millionen Dollar übertroffen. Facebook kommt nun auf einen Umsatz von 2.91 Milliarden Dollar, was einen Gewinn von 42 Cents pro Aktie bedeutet.

CEO Mark Zuckerberg betont bei der Vorstellung der Quartalszahlen, dass es für sein Unternehmen noch sehr viel Luft nach oben gebe. Die Menschen in den USA nutzten neun Stunden pro Tag digitale Medien, davon nur eine Stunde Facebook. Hier gebe es noch viel Raum für Wachstum.

Während in den USA und Europa sich deutlich weniger Menschen bei Facebook registrierten, herrscht für das Silicon Valley Unternehmen in Asien und im Rest der Welt noch der große Boom.

Facebook Nutzerzahlen Q2 2014

 

Radiomischpult auf dem Bildschirm

Jade StudioAuf die Idee hätte man eigentlich schon früher kommen können: Ein Live-Radiostudio im PC. Hört sich erst einmal unspektakulär an. Schaut man genauer hin, entpuppt sich die Software des badischen Unternehmens Lawo als spannende Weiterentwicklung für Journalisten, Korris und Podcaster.

Lawo in Rastatt ist bekannt für herausragende Audio- und Videotechnik. Weltweit rüstet das Unternehmen Ton-Studios, Übertragungswagen und Fernseh-Regien mit ihren Produkten aus. Das einstige Familienunternehmen und die heutige AG ist so etwas wie der Maybach der Radio- und Fernsehbranche. Nun zeigt Lawo mit Jade Studio, einer Software, die sich zwischen Betriebssystem und Sound-Karte klinkt, wie man ein Mischpult für den Live-Broadcast-Betrieb auf den PC bringen kann. Neben dem Windows-Computer wird nur noch eine halbwegs vernünftige Soundkarte (ab 50 Euro) und natürlich die Lawo-Software Jade Studio benötigt.

Der Clou: Einmal konfiguriert, lassen sich an Jade Studio Mikrofon, Skype und Audioschnitt-Software (DAW) über die Oberfläche, die man sonst nur von Profi-Systemen gewohnt ist, steuern. Auch die Funktionalität der Software zeigt, woher Jade kommt: Lautsprecher werden automatisch stumm geschaltet, sobald man den Mikrofonregler per Maus oder am Touch-Screen Monitor öffnet. Auf dem Bildschirm lässt sich eine Räusper-Taste einrichten und es gibt die Möglichkeit, per Talkback zugeschaltete Gesprächspartner anzusprechen, ohne dass das Signal in die Summe gemischt wird. So wie man das aus einem großen Radiostudio gewohnt ist. Nur eben en miniature, auf dem PC-Bildschirm.

Die Oberfläche ist puristisch und konzentriert sich auf das Nötigste. Für verschiedene Szenarien lassen sich so genannte Snap Shots hinterlegen: Möchte man Interviews mit mehreren Personen gleichzeitig aufnehmen, ruft man die entsprechende Konfiguration ab. Will man Zuspielungen über eine Software plus Interview realisieren, holt man sich das abgespeicherte Setup auf den Bildschirm.

In den vergangenen Wochen konnte ich die neue Software testen für unseren Geek-Week-Podcast ausgiebig testen, weil Lawo uns eine kostenlose Beta-Version zur Verfügung gestellt hat. Das Ergebnis: Vom analogen Mischpulte oder dem halbherzigen Versuch, ein Signal ins analoge Mischpult zu schicken, bevor es dann wieder im PC zu einem digitalen Signal gemacht wird, habe ich mich nun endgültig verabschiedet.

Doch für wen lohnt sich Jade Studio?
Die neue Software ist sowohl Radio-Journalisten interessant, die schnell via Skype, Luci Live oder einer anderen VoIP-Software ein Interview aufnehmen oder eine Sendung zuhause mit Gästen „live on tape“ produzieren möchten.

Und natürlich profitieren wir als Podcaster davon: Alle Signal-Wege sind und bleiben digital. Eine Sendung lässt sich direkt mit nur einer Oberfläche ohne Frickelein aufnehmen und fertig abmischen.

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